Mal wieder was Neues aus der Riege “Was es nich fürs Haus alles gibt”. Diesmal mein Fundstück bei der umzugs-bedingten Recherche nach neuen Einrichtungsgegenständen: Sisalteppiche!
Besonders toll an diesen Teppichen ist, dass sie besonders strapazierfähig sind, ohne dabei Defizite in Sachen Feeling aufzuweisen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es sich bei Sisal um ein Naturprodukt handelt, welches seit Jahrhunderten bekannt ist. Und offenbar erlebt es gerade eine Renaissance.
Hergestellt wird es aus den Blattfasern der Agarve. Diese werden vorwiegend nahe dem jeweiligen Anbaugebiet (Südamerika, Afrika) bzw. direkt vor Ort gewebt und daraus unmittelbar Sisalteppiche hergestellt. An Stabilität gewinnt der Sisalteppich dadurch, dass die Fasern oft auf einen Rücken, bestehend aus einem Jute-Trägernetz mit Naturlatex, appliziert werden. Puh. Gar nicht so einfach. Aber auch gar nicht so schwer und wir haben wieder was gelernt.
Also: Daraus ergeben sich für Sisalteppiche neben dem Stabilitätsvorteil vor allem auch eine rein biologische Herstellung ohne chemische Zusätze, was am Ende wiederum allen zugute kommt. Man sollte allerdings darauf achten, bei all der Genugtuung gegenüber dem eigenen Bewusstsein bezüglich der Umwelt, nicht aus Versehen den Sisalteppich per Chemieleim (aka lösungsmittelhaltigem Kleber) zu verlegen. Ein angenehmes Raumklima ist die nicht zu verachtende Folge der Aktion, was mir als Allergiker dann auch wieder noch positiv zuspielt.
Fazit: Nettes Item. Ist rot eingekringelt. Wenn ich mich dazu entschließen sollte, mir Sisalteppiche fürs neue Heim zuzulegen, halte ich Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.
