In den letzten Jahren habe ich bemerkt, dass in letzter Zeit immer wieder Öle vermehrt angeboten werden, von denen ich schon von meiner Oma gehört hatte, wie gesund sie doch seien. Sie pflegte täglich etwas Leinöl zu sich zu nehmen, meist über einem Salat verteilt.


Grund genug, dieses Öl einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und seine besonderen Ingredienzien kennen zu lernen.
Leinöl wird auch den Leinsamen, also den reifen Früchten des Flachs (Linum usitatissimum) gewonnen.
Meine Großmutter erzählte mir sogar, dass Leinöl bei Erkältungen oder Magenbeschwerden helfen sollte.

Heute schwören die sich gesundheitsbewusster ernährenden Leute wieder auf Leinöl, vor allem, weil es bis zu 90 % ungesättigte Fettsäuren enthält.Als ich mich genauer damit befasste, analysierte ich auch einmal seine Zusammensetzung. Es besteht vor allem aus bis zu 58 % dreifach ungesättigte Alpha-Linolensäuren, die auch einen positiven Einfluss auf chronische Entzündungen haben. Leinöl hat auch nachgewiesenermaßen eine schützende Wirkung gegen Krebs.

Leider entwickeln sich in Leinöl, wenn die Flasche erst einmal geöffnet wurde, sehr schnell (etwa innerhalb einer Woche) Bitterstoffe. Eine Lösung für dieses Problem ist, das erst bei circa -16°C fest werdende Leinöl im Tiefkühlfach aufzubewahren. Hier bleibt sein eigentlicher Geschmack lange erhalten.

Besonders bekannt ist, so erfuhr ich, dass in der Lausitz hergestellte Leinöl. Dort verwendete man es vor allem auch für Milchspeisen, da diese durch den Zusatz des Öls nicht so schnell sauer wurden.

Leinöl wird ähnlich wie Kürbiskernöl hergestellt und aus den Samen im Kaltpressverfahren gewonnen. Eigentlich schmeckt Leinöl zu vielerlei Speisen wie verschiedensten Salaten und vor allem auch zu Milchspeisen, wie in dem schlesischen Rezept der “Götzln”, geriebene Kartoffeln in Buttermilch, Leinöl, Zwiebeln, Eiern und Speck.

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