Pop Musik ist ein Wort, das in aller Munde ist, doch wissen wir auch, was es bedeutet? Pop ist die erste Silbe des Wortes populär. Dieses wiederum leitet sich von populus - das Volk - aus dem Lateinischen ab. Die Übersetzung des Wortes Volkslied zu popular song wurde 1773 erstmals von Johann Gottfried Herder vorgenommen. Der Begriff Pop Musik stammt aus den 50- bis 60er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Die Pop Musik wird als U-Musik, als Unterhaltungsmusik von der E-Musik, also der Ernsten Musik unterschieden und zeichnet sich dadurch aus, dass sie gut verkauft werden kann und durch einfache Melodien als so genannter „Ohrwurm“ in Erinnerung bleibt. Durch ihren harmonischen Klang unterscheidet sie sich von der Wildheit der Rockmusik. Außer Einfachheit und Wohlklang der Melodien, die leicht nachzusingen sind, ist sie durch den Aufbau des Textes, der dem klassischen Lied mit Strophe und Refrain folgt, charakterisiert. Sie zeigt wenige, komplexe und durchgehend verwendete Rhythmen. Sie nimmt ihre Tradition sowohl aus dem Volkslied als auch aus dem Kunstlied und mischt diese beiden gekonnt, wodurch ein neues Genre entstanden ist. Die Verwendung von verschiedensten Musikstilen, die gerade en voque sind, ist dadurch möglich, dass sie die Komplexität der Ursprungsmusik auflöst und Schwieriges oder Ungewohntes für eine große Menschenmenge benutzbar macht. So wird Volksmusik zur volkstümlichen Musik und afroamerikanische Musik zu Jazz oder Rap. Zur Pop Musik gehören auch Blues oder Country, Swing und Rock ´n´ Roll. Das sind nur einige wenige Beispiele. Es haben sich zahlreiche Stile und Unterstile entwickelt. Heute sind die meisten Produkte der Popmusik englischsprachig. Ist dies anders, spricht man z. B. vom Austro Pop.
Da die Popmusik von ihrer Gesamtintention her auf den Kommerz ausgerichtet ist, ist sie die wirtschaftlich erfolgreichste Sparte der Musikbranche. Die Erfolge werden in den Hitparaden und Hitlisten gemessen und aufgelistet. Die Popmusik ist ein Teil der Popkultur, wobei aber in dieser nicht die breiten Massen sondern ganz bestimmte Gruppen durch bestimmte songs oder Musikergruppen gezielt angesprochen werden sollen. Diese gruppenspezifische Vermarktung und das immer jünger Werden der Konsumenten und Konsumentinnen führten zu der Entwicklung der Boys- und Girls Groups.
