Songtexte sind neben der Musik der Grund für den Erfolg eines Liedes. Stimmen Melodie und Sprache in ihrer Wirkung auf den Zuhörer überein, ist ein Hiterfolg fast garantiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen anspruchsvollen oder eher banalen Text handelt, wichtig ist allein, ob er “ins Herz trifft”. Wenn ein Zuhörer sich selbst und seine derzeitige Lebenssituation im Lied wiedererkennt, fühlt er sich verstanden, bestätigt oder getröstet.

Für alle Lebenslagen und jeden Geschmack gibt es passende Melodien und Worte. Songtexte können Gefühle und Ansichten unterstützen und sogar intensivieren.
Hierin liegt eine gewisse Verantwortung der Textschreiber. Es gibt auch agressive, gewaltverherrlichende und ausgrenzende Liedinhalte. Obwohl Songs mit bestimmten Richtlinien verboten sind, haben auch viele legale Lieder manchmal nicht ganz einwandfreie Aussagen. Ein Verfasser sollte sich immer bewußt sein, dass geschriebene wie gesungene Worte sich einprägen und eventuell nachteilige Auswirkungen haben können.
Das trifft aber zum Glück nur auf eine geringe Liederanzahl zu. Die über- wältigende Mehrheit richtet sich in allen Sprachen an gefühlsbetonten Situationen aus, sei es Liebeskummer, gerade erblühte Zuneigung oder generationsbedingte Probleme. Ältere Semester finden sich in Texten über Scheidung und Verlust wieder, jüngere lehnen sich eher an Texte, deren Inhalt Probleme mit Eltern, Freunden oder dem Job sind.
Auch Reisen in Fantasiewelten werden textlich erfolgreich mit den Hörern unternommen, besonders in der Volksmusik ist das der Fall.

Jede Musikrichtung, deren Wirkung eine helfende, unterhaltende oder auch nur entspannende ist, hat ihre Berechtigung. Gegenseitige Toleranz sollte nur dort aufhören, wo durch Songtexte Zuhörer zu Diskreminierung und Gewalt aufgehetzt werden.

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