Ein RAID-System vereinigt mehrere, mindestens jedoch zwei Festplatten eines Computers zu einem logischen Laufwerk und wird in verschiedene RAID-Level, bzw. Kombinationen unterteilt. Es dient dazu, eine erhöhte Datensicherheit zu gewährleisten und/oder einen erhöhten Datendurchsatz zu ermöglichen. Die am häufigsten verwendeten RAID-Level sind RAID0, RAID1 und RAID5.
In puncto Datensicherheit ist RAID0 nur bedingt empfehlenswert, da es alle Daten im Striping-Verfahren, also sozusagen in der Reißverschluss-Technik auf die im Verbund beteiligten Platten schreibt, und sie auch so liest. Das bringt zwar einen erhöhten Datendurchsatz, doch fällt eine der Festplatten aus, ist nicht mehr gewährleistet, dass alle übrigen (verloren gegangenen) Fragmente der Datei vollständig rekonstruiert werden können.
RAID1 bedient sich der Technik des Spiegelns (Mirroring) und ist daher sicherer, jedoch ebenfalls keine ausreichende Datensicherung. Alle Daten werden exakt auf alle Platten gespiegelt. Fällt eine Festplatte aus, wird auf eine andere zugegriffen. Das hat den entscheidenden Nachteil, dass Operationen wie zum Beispiel Benutzerfehler oder Viren sich sofort auf die gespiegelte Datei übertragen.
RAID5 ist die am häufigsten verwendete RAID-Variante. Die Daten werden ähnlich wie bei RAID0 auf alle Platten übertragen. Die Paritätsinformationen werden ebenso verteilt. Bei RAID5 ist die Datensicherheit gewährleistet, wenn nicht mehr als eine beteiligte Festplatte ausfällt. Ist dies der Fall, werden die verloren gegangenen Datenfragmente rekonstruiert, was die Geschwindigkeit des Datendurchsatzes vermindert.
Im Zusammenhang mit RAID5 sollte auch noch das Hot-Spare-Laufwerk angesprochen werden. Es ist ein unbenutztes Laufwerk, das zum Einsatz kommt, wenn eine Platte im Verbund ausfällt. Somit ist die Redundanz schnell wiederhergestellt. Außer diesen drei RAID-Levels gibt es noch verschiedene andere, entsprechende Fachliteratur hilft hier weiter.
